Herr Rogger beruhigte uns am ersten, sehr anstrengenden Besichtigungstag in Bangkok: Das dickste Ende war am Anfang.
Folgerichtig besuchten wir am letzten Tag (am Ende) die erste Thai-Ansiedlung auf dem heutigen Staatsgebiet in Chiang Saen (der Anfang).
Wir haben die 100 wichtigsten Tempel zwischen Bangkok und Mae Sai begangen und besichtigt. Das war ganz schön anstrengend. Deshalb
haben wir die tempelfreien Tage so richtig bewusst genossen.
Eine Teilnehmerin entdeckte ein FOOD CENTER in Bangkok neben einer Thaimassage. „Auch nicht schlecht, da kann ich mir ja gleich die Füße massieren lassen!“ meinte sie.
Während der Fahrt durchs Gelände entdeckte jemand aufgeregt einen weißen Elefanten. Bei näherem Hinsehen hatte der weiße Riese weder Rüssel noch Stoßzähne. Übrig blieb schließlich ein ganz gewöhnliches thailändisches Rindvieh.

...
Die unter einer gewissen Reisekrankheit Leidenden waren mit Recht neidisch auf die prächtige Verdauung der Elefanten. Selbst während
des Ausritts ließen die freundlichen Riesen sich nicht stoppen bei
ihrer genüsslichen Tätigkeit.
Wir haben das wunderschöne beispielhafte Opium-Museum im Goldenen Dreieck erlebt. Um aber zum vollen abgerundeten Erlebnis zu kommen, fehlte die letzte Stufe: Die praktische Anwendung. Einzig
unserem Dieter Laszka blieb das Rauchen einer Opiumpfeife vorbehalten.
Das Bergdorf Akha Hill stellte an die Logistik besondere Anforderungen:
Gebirgsschuhe mit Profil, Seidenschlafsäcke, lange Unterhosen, T-Shirts
zum Wechseln, Nassrasierer und Handtücher. Leider wurde dabei
etwas Wichtiges vergessen: das Klopapier.
Im zweiten, roggerfreien Bus war immer eine Bombenstimmung. Das
lag aber nicht an der Abwesenheit des Reiseleiters, sondern an einer
kreisenden Whiskyflasche, die sich auf wundersame Weise immer wieder nachfüllte.
Gespannt waren alle auf den groß angekündigten Exkurs über die Thaifrau. Unser Reiseleiter hatte ein Gespür für die äußere Inszenierung:
Eine halbdunkle Versammlungshalle, die Zuhörer auf Liegesitzen locker hingestreckt, schwüle Gewitterstimmung.
Aber dann - welch Enttäuschung!!
Das hatten wir doch alles schon im Kapitel „Aus fremden Ländern“ im katholischen Lesebuch für die 6. Klasse der Hauptschule gelesen....
Cornelia
und Reinhard Morper
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